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| Mehr als nur Worte... |
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"Was auch immer geschieht:
Nie dürft ihr so tief sinken von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken."
Erich Kästner |
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| Schokologie - Geschichte - Die Azteken |
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Die braune Bohne war bei den Azteken, die Ihr Reich 1200 n. Chr. im Tal von Mexiko gründeten, wie schon bei den Maya, den privilegierten Leuten vorbehalten.
Sie nutzen die Kakaobohne ebenfalls als Zahlungsmittel für die verschiedensten Arten von Waren und Dienstleistungen, vom Truthahn bis hin zum Sex.
Man nannte die Kakaobohne das "Braune Gold" der Azteken. Schon damals gab es "Geldfälscher", und so wurde auch die Währung des "Braunen Goldes" gefälscht. Die Bohnen wurden zum Aufquellen in Wasser gelegt, sogar aschgrau, oder fahlrot eingefärbt. So konnte man edlere und bessere Sorten vortäuschen.
Die Azteken berechneten den Wert der Bohnen nie nach Grösse oder Gewicht, sonder nach der Stückzahl. Diese Währung bestand auch unter der spanischen Herrschaft fort.
So bezahlte man z.B. für einen Truthahn 2000 Kakaobohnen, ein Kaninchen hingegen erhielt man schon für 100 Stück.
Die rituelle Bedeutung der Kakaobohne wollen wir hierbei nicht ausser Acht lassen. Nach Ansicht der aztekischen Priester lebten die Menschen damals in der 5. Welt.
Flut, Sturm, Feuer und Erdbeben ließen die vorherigen 4 Welten untergehen. Aus Furcht vor einem erneuten Weltuntergang, wollten sie die Sonne jeden Morgen gütig stimmen.
Das konnte ihrer Meinung nach nur durch ein Blutopfer geschehen. Zu Beginn eines neuen Jahres wurde das Herz eines jungen Kriegers geopfert. Nur die besten Krieger waren des Opfers würdig. Für ein ganzes Jahr fehlte es ihnen an nichts - sie lebten im Tempel in Saus und Braus.
Zum Zeitpunkt des Rituals bekamen sie einen Trank, der das Blut des Opfermessers vom letzten Opfer und einige Rauschmittel enthielt. Man wollte sie frohen Mutes die Stufen zum Altar hinaufgehen sehen.
Mit einem Obsidanmesser (Obsidan ist ein Glas, das bei einem Vulkanausbruch entsteht) schnitt dann ein Priester dem Opfer das Herz aus dem Leib.
Die Ähnlichkeit eines menschlichen Herzens mit der Form der Kakaobohne rechtfertigte diese grausamen Opfer, und man sieht warum die "Braune Bohne" eine so hohe Bedeutung für die Azteken hatte.
Die Schokolade wurde als Symbol dem Blut gleichgesetzt.
Im Jahre 1502 war Christoph Koloumbus auf seiner 4.Reise nach Amerika. Aus späteren Aufzeichnungem seines Begleiters, seinem Sohn Ferdinand, ging hervor dass die Ureinwohner sich wegen der braunen Bohnen sehr merkwürdig verhielten. Kolumbus war also der erste Europäer der die Kakaobohnen sah, ohne deren Bedeutung zu kennen.
Die Ureinwohner bückten sich nach jeder herabgefallenen Frucht, als hinge ihr Leben daran. Der Grund warum sie das taten blieb aufgrund der Sprach - und Verständigungsschwierigkeiten solange ungeklärt, bis siebzehn Jahre später Hernàn Cortès mit seiner Armee in Mexiko einfiel.
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