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| Mehr als nur Worte... |
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"Was auch immer geschieht:
Nie dürft ihr so tief sinken von dem Kakao, durch den man euch zieht, auch noch zu trinken."
Erich Kästner |
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| Schokofun - Artikel - Das Lila der Milka |
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Der Bundesgerichtshof in Karlsruhe gab am 07.10.2004 dem "Milka"-Hersteller Kraft-Foods in diesem "Farbenstreit" recht.
Nur Milka darf die Farbe lila für seine Produkte verwenden.
Grund des Rechtstreites:
Die Verdener Keks- und Waffelfabrik, welche ihre "Gebäckmischung mit feinen Waffeln" in Papiertüten mit einem Milka-ähnlichen lila Untergrundton gefüllt hatte - wodurch Verwechslungsgefahr mit den Milka-Produkten entstehen könnte. Diese Gebäckmischung wurde über die Handelskette Aldi-Nord vertrieben und inzwischen aus dem Sortiment genommen.
Kraft Foods klagte auf Unterlassung und auf Schadenersatz – und bekam nun Recht.
Das lila der Produkte von Milka sei inzwischen so zum "Inbegriff" dieser Marke geworden, das deshalb diese Farbmarke geschützt werden könne.
Kinder aus der Großstadt lassen sich dadurch sogar in ihrem Wissen stören, oder haben Sie denn nicht auch schon gehört "..die Kuh ist lila!" oder "Warum ist denn die Kuh nicht lila?"
Es ist faszinierend, wie viele dieser Gedanken man sich macht. Wenn man in einem Shop steht und ein lila gefülltes Regal sieht –denkt man es ist ein Milka-Regal (und es ist dann auch so).
Die Farbe lila initiieren 90% der Verbraucher mit der Marke Milka.
Dieses lila wird, laut Angaben von Kraft-Foods, von der Marke Milka seid der ersten Milka-Tafel 1901 verwendet. Jedoch damals noch mit einer Schwarz-weißen Kuh.
Die uns bekannte "Lila Kuh" tauchte erst 1973 auf den Verpackungen auf.
Seid dem gehört zu der Marke Milka für die Mehrheit der Verbraucher (90 %) die "Lila Kuh"
Die Farbe lila hat sich Kraft-Foods bereits vor einigen Jahren eintragen lassen. Laut Aussage des Wettbewerbssenats kann zwar normalerweise eine für die Verpackung verwendete Farbe nicht markenrechtlich geschützt werden. Bei Milka jedoch sei das etwas anderes, da die Verbraucher von der Farbe auf die Marke schließen.
Der Anwalt der Verdener Fabrik regt nun an, das die Möglichkeit des Eintragens von Farbmarken dazu führen kann, dass sich einige Großkonzerne die Regenbogenfarben unter sich aufteilen. Die Deutsche Telekom zum Beispiel hat sich erst letztes Jahr die Farbe "magenta" markenrechtlich schützen lassen.
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